Rasanter Stillstand

Rasanter Stillstand

Gerne gebe ich Ihnen meine Erfahrungen und Sichtweisen aus der betrieblichen Praxis vieler Unternehmen wieder. In meiner täglichen Arbeit als Managementberater und Businesscoach werde ich mit vielen Fragestellungen von Führungskräften und Mitarbeitern konfrontiert. Im Folgenden werde ich das wichtige Thema „Unternehmensstrategie“ aus einer neutralen Sicht beleuchten.

In der Praxis kann ich erkennen, dass die Komplexität im Unternehmen durch Erweiterung des Produktportfolios, die Veränderung der Organisation, dem Aufbau von neuen Märkten und vielem mehr einem ständigen Anstieg unterliegt. Die Arbeitsbelastung für einen Großteil der Mitarbeiter steigt. Sehr oft tritt bei Führungskräften und Mitarbeitern eine zusätzliche Verunsicherung ein, weil ihnen die Transparenz und somit die Kontrolle verloren geht. Wenn in dieser Phase der Erfolg des Unternehmens ausbleibt, kann man von rasantem Stillstand sprechen. Jeder muss mehr leisten, aber ohne Erfolgsstory. Jedes Unternehmen ist in dieser Phase gut beraten, über sein Geschäftsmodell nachzudenken. Die Frage nach der echten Stärke des Unternehmens wurde schon lange nicht mehr gestellt. Alleinstellungsmerkmale sind verschwommen und werden vom Markt nicht mehr wahrgenommen. Jetzt gilt es zu handeln! Mit der kompromisslosen Konzentration auf den Kundennutzen und einer dynamischen Spezialisierung auf der Grundlage der eigenen Kompetenzen kann Abhilfe geschaffen werden. Gute und richtige Entscheidungen zeichnen sich in diesem Prozess aus, indem auch festgelegt wird, was man in Zukunft nicht mehr machen wird. Sicherlich ein Startschuss zur notwendigen Entschleunigung im Unternehmen, da die wichtigsten Mitarbeiter bereits alle Hände voll zu tun haben, um die Gegenwart zu meistern.

Bei der erfolgreichen Neuausrichtung von Unternehmen hat sich die Beantwortung der folgenden drei Fragen als hilfreich erwiesen:

  1. Was benötigt der Markt in der Zukunft? Welche Innovationen sind nötig und möglich?
  2. Was können wir besser als der Wettbewerb? Wo sind unsere Stärken und Kompetenzen?
  3. An was glauben wir wirklich? Können wir die Leistungsbereitschaft nachhaltig sichern?

Ich gestehe, dies sind einfache Fragen, die jedoch in den wenigsten Fällen wirklich konkret und belastbar beantwortet werden können. In vielen Strategieworkshops muss ich feststellen, dass die Kenntnisse über die zukünftigen Märkte bescheiden sind. Somit werden die Stärken und Kompetenzen fast ausschließlich auf das vorhandene und oft überholte Geschäftsmodell bezogen oder Strategien ohne Substanz entwickelt. Ich werde dann oft von Mitarbeitern angesprochen, die entweder die neue Strategie nicht verstehen oder schlichtweg nicht daran glauben. Wie wollen wir in diesem Zustand das notwendige Commitment der Mitarbeiter erlangen.

Mein Appell lautet:

Nehmen Sie aus Ihrem Unternehmen die Komplexität und besinnen Sie sich wieder auf Ihre Stärken und Kompetenzen.

Ihr Businesscoach Peter Kayser

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