Schöne Aussicht in Sölden

Der Name ist Programm. Das Hotel Schöne Aussicht bietet nicht nur eine schöne Aussicht auf Söldens Skipisten, sondern auch einen außergewöhnlichen Service für seine Gäste . Ich selbst durfte dieses Jahr die ausgesprochen professionelle Kundenorientierung genießen. Schon beim Betreten des Hotels fühlt man sich als Gast. Am Empfang wird man auch als „Neuer“ – ich war zum ersten Mal in diesem Hotel – direkt warmherzig empfangen. Man hat das Gefühl, zuhause angekommen zu sein. Der Eindruck wird direkt verstärkt, wenn man mit dem Eigentümer, Herrn Erwin Fender, in Kontakt kommt. Er hat 1997 mit 26 Jahren das Hotel von seinen Schwiegereltern übernommen und als ausgebildeter Diplom-Sommelier mit seiner Frau einen exzellenten Betrieb aufgebaut.

Ich war also neugierig, wollte mehr wissen und Herr Fender stand mir gerne zu dem nachfolgenden Interview zur Verfügung.

Peter Kayser:

Herr Fender, wie sind Sie eigentlich als Unternehmer vor 20 Jahren gestartet?

Erwin Fender:

Meine Frau und ich haben das Hotel von meinen Schwiegereltern übernommen. Die erste Überraschung kam gleich von der Gemeinde, die nach dem Betriebsübergang erst einmal Auflagen machte, die mehrere 100 Tausend Schilling Invest bedeutet hätten. Hier musste ich erst einmal hart verhandeln, um die Umsetzung der Auflagen über ein paar Jahre strecken zu dürfen. Die Investitionen in den ersten Jahren waren in meinem Businessplan für den Kundennutzen vorgesehen.

Peter Kayser:

Hatten Sie zu dieser Zeit schon eine klare Vision?

Erwin Fender:

Ja. Ich war als junger Mensch viel unterwegs und konnte im Umfeld der Salzburger Festspiele erfahren, was mit Kundenorientierung und Professionalität alles geht. Als Gastronom und Dipl. Sommelier hatte ich klare Vorstellungen. Meine Maxime lautete stets immer: Ich will den Kunden nicht vergewaltigen. Aber ich darf dem Kunden in seinen Ansprüchen keine Grenzen setzen.

Peter Kayser:

Können Sie das an einem Beispiel konkretisieren?

Erwin Fender:

Ja gerne. Nehmen wir mal mein Weinangebot. Meine Aufgabe ist es, herauszufinden, welchen Geschmack mein Kunde hat und was er bereit ist, dafür zu bezahlen. Erst dann kann ich ihm mit Leidenschaft den richtigen Wein anbieten. Ob 30 Euro oder 1.000 Euro für die Flasche, es ist immer die gleiche Leidenschaft. Diese Haltung hat dazu geführt, dass ich heute 550 Weinsorten bevorrate und meine Kunden dies mit einer überdurchschnittlichen Kauf- und Trinklust honorieren.

Peter Kayser:

Das ist ja sicherlich eine gute Grundlage für eine expansive Wachstumsstrategie?

Erwin Fender:

Sie sprechen schon wie mein Steuerberater, der auch immer die Erhöhung meiner Bettenanzahl fordert. Ich bin nicht der Meinung. Ich möchte in meinem Hotel Tradition bewahren und Qualität dauerhaft sicherstellen. Dies geht nur mit einer nachhaltigen Investitionsstrategie und der idealen Größe für meinen Führungsstil. Ich gehe heute davon aus, dass wir die ideale Bettenzahl erreicht haben.

Peter Kayser:

Können Sie uns noch ein paar zusätzliche Einblicke bezüglich ihres Führungsstils geben?

Erwin Fender:

Gerne. Zunächst bin ich Unternehmer. Dies bedeutet für mich, die aktive Präsenz in allen Bereichen meines Hotels von morgens bis spät in die Abendstunden. Ich bin zu jeder Zeit für Gäste und Mitarbeiter ansprechbar und habe die erbrachte Servicequalität immer im Auge. Ich lebe meine Leidenschaft und inspiriere meine Mitarbeiter zu Bestleistungen durch Vorleben und Mitmachen. Das Schöne dabei ist, dass meine Familie komplett integriert ist.

Peter Kayser:

Ja, das kann ich nur bestätigen. Sie sind überall präsent und haben auch noch Zeit für einen Grillnachmittag. Der Chef am Grill hat auch mich beeindruckt. Abschließend interessiert mich noch, welche persönlichen Dinge Ihnen im Leben wichtig sind.

Erwin Fender:

Das ist ganz einfach. Als erstes meine Schuhe, die mich 16 Stunden täglich tragen. Als nächstes meine Matratze, auf der ich meine Energiespeicher in 8 Stunden auflade. Und zu guter Letzt „Essen und Trinken“, meine Grundlage für Vitalität und Lebensfreude.

Peter Kayser:

So eine bescheidene Antwort war zu erwarten. Herr Fender, vielen Dank für die Einblicke in Ihr Leben. Ich kann Ihnen schon jetzt versprechen, dass wir nächstes Jahr wieder gemeinsam ein Gläschen Wein trinken werden.

Ihr Peter Kayser

Link zum Hotel: http://www.schoeneaussicht.at

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